Ausgabe 32

Unternehmer können sich keinen Stillstand leisten – und die Politik auch nicht!

Kaputte Straßen, schleichend langsames Internet, kaputte Schultoiletten, Stundenausfall wegen Lehrermangel, Ärztemangel auf dem Land, hohe Steuern und Abgaben – die Liste ließe sich noch fortsetzen. Die Menschen hierzulande wollen das nicht länger hinnehmen und haben deshalb bei der Bundestagswahl die beiden großen Volksparteien abgestraft und die AfD in den Bundestag gewählt. In Sachsen wurde sie sogar stärkste Partei. Viele Menschen haben einfach nicht mehr an Veränderungen geglaubt.

Nun ist die Politik aufgefordert, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Der Präsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft, Jörg Brückner, hat das kürzlich gut zusammengefasst. Niemand mache gern Fehler „Aber wenn ich eine Reklamation eines Kunden bekomme, dann ist es allererste Pflicht, sich der Sache anzunehmen und das Problem zu lösen.“ Und genau das erwarten wir jetzt von der neuen Bundesregierung.

Deren Bildung wird nicht einfach sein. Ein Bündnis aus CDU, CSU, FDP und Grüne scheint wahrscheinlich. Bei einigen Punkten gibt es große Meinungsverschiedenheiten, bei anderen wiederum ist man nah beieinander. Leider sind bis zur Niedersachsen-Wahl am 15. Oktober noch nicht einmal Sondierungsgespräche geplant. Stillstand. Können wir Unternehmer uns so etwas leisten? Nein! Wir müssen produzieren, um Mitarbeiter beschäftigen und entlohnen und auch Steuern zahlen zu können.

In Zeiten der Politikverdrossenheit sind starke Interessenvereinigungen wichtig, um sich Gehör zu verschaffen. Deshalb wird der AMLD auch in der neuen Wahlperiode die Politik in Land und Bund kritisch begleiten und aktiv gestalten. Wir freuen uns dabei über jedes neue Mitglied, das unseren Verbund noch stärker macht.

Hilmar Steinert - Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

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