Ausgabe 45

Artikel in der Deutschen Handwerks Zeitung vom 15.02.2019:

Mehr Fairness auf der Baustelle

Der Geschäftsführer der Maler-und Lackiererinnung Rhein-Main, Felix Diemerling, steht bei einer Aktion seiner Innung für mehr Fairness auf den Baustellen. Auch wenn der o.g. Artikel im Einstieg den Eindruck erweckt diese Entwicklung am Bau sei völlig überraschend, schließen wir uns der Meinung des Geschäftsführers des BIV Matthias Bucksteeg an. Eine solche Analyse der Situation im Malerhandwerk wird schon lange diskutiert und kommuniziert; übrigens, genau wie die Zahlungsmoral. Jetzt gilt es an den richtigen Stellschrauben zu drehen, um Veränderungen zu erzwingen. Das unterstützt der AMLD konsequent. Wir schlagen ein gemeinsames Treffen vor, auf dem rechtlich machbare Punkte zusammengetragen werden können. Das könnte Matthias Bucksteeg organisieren!

Nach wie vor legen wir jedoch ausdrücklichen Wert darauf zu beachten, dass die Malerkasse keine Sozialkasse ist. Dies muss klar unterschieden werden. Vielmehr fordern wir auf diesem Wege erneut deren ersatzlose Abschaffung. Es wäre ein zusätzlicher Anlass, die Ernsthaftigkeit fairer Wettbewerbsbedingungen auf den Baustellen zu bestätigen. Lassen Sie uns Ideen austauschen, um das Malerhandwerk wieder zu stärken und attraktiv zu machen!

Noch einmal: die Aktion aus Hessen kann nur ein Denkanstoß sein. Ein Maler kann beispielsweise an seine Autos die Worte anbringen: Wir kennen Alkohol am Steuer nicht! Aber, ob das allerdings mögliche Sünder interessiert, ist fraglich. Waren denn etwa Gesetze zur Verbesserung der Zahlungsmoral erfolgreich? Mitnichten! Nach wie vor gilt ausschließlich die ungeschriebene Regel: Schau dir deinen Auftraggeber genau an!

 

Der AMLD Vorstand

 

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